Presserklärung von Heinz Onnertz zum Rücktritt

Presseerklärung

Der Landrat des Landkreises Vulkaneifel, Heinz Onnertz, erklärt seinen Rücktritt zum 31.3.2013

Im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung hat Landrat Onnertz am Montag seinen Kolleginnen und Kollegen dargelegt, dass er mit Ablauf des Monats März 2013 in den Ruhestand trete. Zur Begründung gab er an, dass er aufgrund der andauernden Hetzkampagne gegen ihn nicht mehr die Kraft habe, als Landrat die Qualität abzuliefern, die für ihn Meßlatte seiner Arbeit sei. Lähmend für die Arbeit sei auch, dass sich in nahezu allen wichtigen Fragen, die den Kreis betreffen, in letzter Zeit eine Koalition aus der BUV, der CDU und des Linken gegen die Verwaltungsvorschläge gewandt habe.

Hinzu komme die sich konstant verschlechternde Stimmung in den Sitzungen, die sich in den Anfragen der Genannten widerspiegeln und in aller Regel nur das Ziel verfolgen, die Arbeit des Landrats auf Fehler hin zu untersuchen. Dies allein sei tragbar, dass dabei aber fragend Tatsachen beschrieben würden, die jedweder Grundlage entbehren, sei auf Dauer nicht hinnehmbar. Ganz schlimm werde es dann , wenn falsche Tatsachen hinterfragt werden, die, so Herr Schneiders in der letzten Kreistagssitzung, an ihn herangetragen worden seien, wobei er aber den „Informanten“ nicht nennen könne. Nach allem habe Onnertz den Eindruck gewinnen müssen, dass bei vielen der genannten KT-Mitglieder nicht mehr das Wohl und Wehe des Kreises das politische Wirken bestimme, sondern das Ziel, sich des Landrates zu entledigen.

Onnertz weiter: „Ich bin sehr traurig und enttäuscht darüber, dass ich meine Kolleginnen und Kollegen frühzeitig verlassen muß. Mit nahezu allen hat die Arbeit richtig Freude gemacht, und ich weiß, dass ich eine tolle Mannschaft verlasse. Ich entschuldige mich sowohl bei dieser Mannschaft als auch bei all den Bürgerinnen und Bürgern, die mir vor 5 Jahren ihre Stimme gegeben haben. Ich versichere ihnen, dass ich gerne meine gesamte Amtszeit mit viel Lust und auch weiterhin mit Erfolg ausgeübt hätte, wenn mir die Chance gegeben worden wäre. Unter den herrschen Umständen leidet aber nicht nur meine Arbeit, sondern das ganze Haus wird in Mitleidenschaft gezogen. Diese Umstände werden natürlich zum Teil durch die Eifelzeitung und deren Macher bestimmt, was aber bei einem demokratischen Konsens aller zu ertragen wäre. Unerträglich ist für mich aber, dass mit den Herren Schneiders, Schnieder und Klöckner die wichtigsten Personen der großen christlichen Partei nicht nur durch die Unterzeichnung von widerlichen Leserbriefen aktiver Teil einer gegen den Landrat gerichteten Hetzkampagne sind.

Mitbestimmend für meinen Schritt war letztendlich die Feststellung, dass ich bei der Motivationslage der genannten Koalition gesundheitlich eine volle Amtszeit nicht mehr ertragen würde; unter diesem Gesichtspunkt wird es jetzt schon höchste Zeit.

Bis zum 31.3.2013 werde ich meine ganze Kraft unserem schönen Landkreis widmen. Für die Zeit danach hoffe ich, dass einer neuen Landrätin oder einem neuen Landrat das gelingen wird, was mir leider nicht vergönnt war, nämlich gemeinsam mit allen, die politische Verantwortung tragen, für den Landkreis Vulkaneifel zu arbeiten.“

Der Zeitpunkt der Landratswahl wird vom Kreistag bestimmt. Sie hat frühestens 9 Monate und spätestens 3 Monate vor dem 1.4.2013 zu erfolgen. Die Stelle des Landrats ist spätestens 62 Tage vor der Wahl öffentlich auszuschreiben.

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